St. Klara - News 29. Dezember 2017

Adventsstimmung pur für die Reisenden von St. Klara

Weihnachtsmarktfahrt

Zur Weihnachtsmarktfahrt der besonderen Art hatte der Kirchort St. Klara und der Verein zur Förderung der Kirchenmusik in Wiesbaden-Klarenthal e.V., hinter dem sich der ökumenische Kirchenchor Klarenthal verbirgt, die Gemeinde und die Chormitglieder eingeladen. Ziel der Fahrt war das als „Geheimtipp“ gehandelte Fachwerkstädtchen Fritzlar in Nordhessen.

Nachdem die Tage zuvor von Schnee und Regenschauern durchsetzt waren, kam am Reisetag, Samstag, den 16. Dezember 2017 zeitweise die Sonne hervor, ansonsten blieb es trocken und kalt, bestes Wetter also für einen Ausflug nach einem Ort, der Adventsstimmung pur versprach.

Los ging es schon früh um acht Uhr, denn es lagen 2 ½ Stunden Busfahrt vor den 46 Teilnehmern. Ohne Verkehrsstau erreichte die Reisegruppe pünktlich zur verabredeten Zeit den Grauen Turm, das beherrschende Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung von Fritzlar. Hier wurde die Gruppe gleich von zwei Stadtführern empfangen, die die Klarenthaler mit viel Charme und noch mehr Wissen gespickt mit Anekdötchen durch ihre Heimatstadt führten. Als Katholiken waren besonders der Dom (Basilika Minor) und die Stelle mit dem Standbild, an der der heilige Bonifatius im 8. Jahrhundert die Donar-Eiche gefällt haben soll und damit die heidnischen Chatten zum Christentum bekehren konnte, von Interesse.

Nach einem gemütlichen Mittagessen in einem der zahlreichen Lokale rund um den malerischen Marktplatz von Fritzlar startete dann das adventliche Programm. Am dritten Adventswochenende in diesem Jahr veranstaltete die Fachwerkstadt „Advent in den Höfen“. An über 20 Stellen innerhalb der Altstadt – gekennzeichnet mit einem großen rot leuchtenden Stern – luden festlich beleuchtete und geschmückte Höfe und Scheunen mit Ständen voller Kunsthandwerk und Näschereien zum Bummeln und Kaufen ein. Natürlich wurde auch an das leibliche Wohl der Besucher gedacht, so dass die Klarenthaler nicht hungern und schon gar nicht dürsten mussten. Der Fritzlarer Glühwein konnte zwar nicht mit dem von Kessler oder Ohlig auf dem hiesigen Sternschnuppenmarkt mithalten, geschmeckt hat es jedoch auch sehr gut.

Für die zahlreich mitgereisten Mitglieder des ökumenischen Kirchenchores war das um 15:00 Uhr im Dom gegebene Adventskonzert des Fritzlarer Domchores von besonderem Interesse. Der dortige Chor, zahlenmäßig etwas stärker als der klarenthaler und besonders bei den Frauen mit vielen jungen Stimmen besetzt, brachte eine Stunde besinnliche Chormusik zur Vorweihnachtszeit zu Gehör. Da der Klarenthaler Chor am vorangegangenen Sonntag sein Adventskonzert gegeben hatte, kamen den Klarenthaler Sängern viele Stücke sehr bekannt vor und sie konnten einen direkten Vergleich mit ihrer eigenen Leistung vom Vorsonntag ziehen. Man kam übereinstimmend zu dem Urteil, dass sich der Klarenthaler Chor nicht hinter dem aus Fritzlar zu verstecken braucht.

Ganz besonders stimmungsvoll (und auch voll von Besuchern) wurde es dann bei hereinbrechender Dunkelheit. Dann kam der besondere Reiz der Adventsbeleuchtung der alten Fachwerkfassaden und der engen Gassen voll zur Geltung. Auch erklangen an allen Ecken und Enden der Stadt adventliche Weisen, dargebracht von mehreren Posaunenchören.

Einhelliges Urteil der Mitfahrer: Fritzlar mit seinen „Advent in den Höfen“ ist zu Recht ein Geheimtipp und eine Reise wert. Pünktlich um 18:00 Uhr verließ der Bus dieses malerische nordhessische Städtchen wieder – gleichzeitig fing es an zu regnen – und erreichte pünktlich um 20:30 Uhr wieder Klarenthal.

Text und Bilder: Dr. Wolfgang Rollig

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